Regula SchmidFranciska Hildebrand
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Aussicht nach Osten

Collaborative Law, Collaborative Practice

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Collaborative Law ist ein anwaltlich betreutes, strikt aussergerichtliches Konfliktlösungsverfahren. Das Verfahren wurde geschaffen für Parteien, die ihren Rechtskonflikt mit anwaltlicher Hilfe gütlich und autonom beilegen wollen. Im Unterschied zur Mediation gibt es keinen gemeinsam beauftragten Vermittler. Jede Konfliktpartei hat bei den direkten Verhandlungen mit der Gegenseite immer ihre anwaltliche Vertretung zur Seite, mit der ein Gespräch unter vier Augen jederzeit möglich ist. Die Verpflichtung zur Offenheit ist ein weiteres wesentliches Verfahrensmerkmal.

Zu Beginn des Verfahrens schliessen die Parteien und ihre Rechtsbeistände eine schriftliche Vereinbarung. Zudem wird zwischen Anwältin und Mandant/in eine separate Mandatsvereinbarung (Vollmacht) abgeschlossen. Damit das Verhandlungsvertrauen nicht missbraucht werden kann, stehen auf beiden Seiten AnwältInnen, die dem strengen Verhaltenskodex des Schweizerischen Vereins für Collaborative Law (SVCL) unterstehen. In der Ostschweiz sind die beteiligten AnwältInnen im Collaborative Law Pool Zürich/Ostschweiz zusammengeschlossen.

Nach Bedarf können Scheidungscoaches (Psychotherapeutinnen, Kinderfachleute, Finanzexperten, Gutachter, ..) beigezogen werden. Diese Fachleute arbeiten mit den Teams zusammen. Die dadurch entstehenden Kosten werden oft durch eine effektivere Vorgehensweise ausgeglichen.
St. Galler Tagblatt, Interview vom 20.6.09 mit F. Hildebrand: "Scheiden tut weh"
F. Hildebrand: mandat 1/10, Collaborative Law - Ein alternatives Konfliktregelungsmodell
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